Was erwartet die Besucher auf dem Yoga Love Festival?
Das Festival bietet eine große Vielfalt an Möglichkeiten, sich inspirieren zu lassen: Ein Raum der Möglichkeiten, sich selbst zu spüren und Neues auszuprobieren. Das alles an einem wunderschönen Platz, mitten in der Natur, im Naturpark Plauer See- eine Oase für Leib und Seele. Wir haben ein ganzheitliches Programm mit einer Vielfalt an Yoga Angeboten (Bhakti, Hatha, Kundalini Yoga ...) und anderer Körperarbeit (Tanz, Contact Impro, Qigong, Haka, Massagen...) zusammengestellt, dazu kommen Konzerte, gemeinsames Mantrasingen und vieles mehr. Energien aufladen und Kraft tanken, entspannen und sich inspirieren lasse. Drei Tage lang das Leben feiern!
Wie ist die Idee zum Festival entstanden?
Das Yoga Love Festival hat sich aus dem kleinen Yogafestival Mecklenburg heraus entwickelt, an dem ich als Lehrerin beteiligt war. Die ehemalige Organisatorin hatte die Weiterführung an mich herangetragen, und als Team konnten wir das Festival weiter wachsen lassen. Unsere Vision dahinter ist vor allem, Menschen zusammen zu führen und sie in ihre Herzenskraft, in Verbindung zu sich, zu ihrer Umwelt und der Menschenfamilie zu bringen. Einen neuen Weg des Friedens, der Liebe, der Kultur zu finden. Einen Weg, den wir gehen dürfen und auch müssen.
Wie ist dieser neue Weg zu verstehen?
Mich treibt vor allem ein tiefer Wunsch nach einem anderen Miteinander an. Das wir alle den Wert erkennen, der in einem authentischen Kontakt zu uns selbst begründet ist. Verbunden zu sein. Sich selbst klarer zu spüren und danach zu handeln. So ist weniger Fremdbestimmung möglich und wir können grundlegender und verantwortungsvoller mit unserem Planeten und auch miteinander umgehen. Veränderung können nur wir selbst kreieren. Das ist mein absolutes Herzensanliegen: Eine schöne, neue, echte Liebeskultur zu schaffen und uns daraus ein schönes Leben zu basteln.
Worin liegt für dich größte Herausforderung bei der Festivalorganisation?
Als Freiberuflerin Kinder, Familie, Haus und Hof, Yogaschule und Festival gleichzeitig zu jonglieren. Das Festival erfordert klare Strukturen: Man muss NEIN sagen können, braucht einen klaren Kopf und muss den Fokus halten. Ich bin Körperarbeiterin durch und durch, keine Eventmanagerin oder betriebswirtschaftliche Stütze. Aber gemeinsam als Team klappt das. Und Mut heißt ja nicht, keine Angst zu haben, sondern es trotzdem zu versuchen, auch wenn man scheitern kann.
Wen möchtest du mit dem Festival erreichen?
Einen bunten Querschnitt von Menschen: Yogis und Yoginis, Körperarbeiter, alle Yogainteressierte, Familien mit Kindern … Menschen die den Wandel suchen, die den Ruf spüren, wahrhaftiger zu leben und lebendigere Beziehung zu sich und ihren Partnern gestalten möchten. Alle, die neugierig sind und sich Richtung Spiritualität oder Persönlichkeitsentwicklung aufmachen.
Wie stellst du das Programm zusammen? Wie wählst du die Musiker, Lehrer … aus?
Mir ist eine runde Mischung wichtig. Wir bekommen viele Bewerbungen von Yogalehrer und Bands. Die Auswahl erfolgt intuitiv. Wir laden die Referenten, Yogalehrer und Workshop-Leiter, die sich bewerben, dazu ein, mit uns im Winter drei Tage auf der Insel beim Crewgathering zu verbringen, woraus sich inzwischen das Winter Love Yoga Festival entwickelt hat. Entscheidend ist neben der Kompetenz, Didaktik und Erfahrung der Lehrer, auch die Authentizität und das Zusammengehörigkeitsgefühl, was durch die Workshop-Leiter weitergegeben wird und das Festival so besonders macht.
Was ist dein persönliches Highlight in diesem Jahr?
Jeder einzelne Workshop ist wertvoll und besonders. Und natürlich die Konzerte, aber auch alleine schon die Zeit, die wir beim Aufbau verbringen und das Zusammenwachsen als ‚Festival-Family‘ ist toll. Dieses Jahr haben wir aber etwas Neues gewagt: Erstmalig haben wir ein ‚Clantreffen‘ in der Tradition des Indianerältesten Manitonquat integriert, den ‚Circle Way‘, der eine respektvolle und wertfreie Kommunikation als Friedensarbeit lehrt und dadurch tiefe Transformations- und Heilungsprozesse ermöglicht.
Das Interview führte Nicole Reese am 13.06.2019
